Das Geheimnis

Ausgangspunkt für unsere Edelperlen sind Glasstäbe in allen Farben aus feinstem Murano-, böhmischem oder tschechischem Glas mit ca. 0,5 cm Durchmesser. Ein Ende dieser Glasstange wird an einem Sauerstoff-Propangasbrenner erhitzt, bis das Glas zähflüssig wird.

 

Das nun zähflüssige Glas wird – wie Honig um ein Frühstücksmesser – um einen Edelstahlstab gewickelt. Dank Rotation, Erdanziehungskraft und ein wenig “Magie” entsteht eine Glasperle.

 

Wird der Arbeitsprozess hier beendet, handelt es sich um eine schlichte, einfarbige Perle, die meist als Zwischenperlen verwendet werden. Wird diese Grundperle jedoch warm gehalten, ist eine weitere Dekoration möglich.

 

Zum Dekorieren nimmt man z. B ganz dünne Glasstangen oder Glasfäden und schmilzt diese auf die Grundperle auf. Je nachdem, ob man die Perle nun weiter erhitzt oder nicht, also die Dekoration erhaben lässt oder einschmilzt, entstehen unterschiedliche Muster und Formen.

 

Was sich so einfach anhört, kann durchaus verzwickt sein, denn Glas ist ein höchst kapriziöser Stoff. Es kann beim Erhitzen zerspringen, Spezialgläser, die sich verfärben sollen, tun eben dies nicht, oder eine Perle, die man gerade eine Stunde lang bearbeitet hat, übersteht den Auskühlungsprozess nicht und zerplatzt. Schlussendlich ist jede Perle eben doch nicht nur aus Glas und Feuer gemacht – viel Liebe und ein Schuss “Magie” dürfen auch nicht fehlen. Nicht zu vergessen ein Tropfen Herzblut, wenn die schönsten Stücke die Werkstatt dann verlassen.